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Beiträge Radio RSG “Himmel und Erde”

29. November 2009                           

Beitrag Radio RSG
“Himmel und Erde”
25. Oktober 2009

Rezension der Solinger Wochenpost

Artikel der Solinger Morgenpost vom 14.01.2010

Ein Buch
mit sechs jungen Autoren

Von Wolfgang Günther

Sandy Green hatte eine Idee und fand auch schnell Mitstreiter, um ihren Plan zu verwirklichen. Junge Menschen sollten an das Schreiben herangeführt werden, Anleitungen bekommen – „so wie ich es mir in meiner Jugend selbst gewünscht hätte“, sagt die Solinger Autorin bei der Vorstellung des Buchprojektes „Entwicklungen“. Sie tat an Schulen heran, fand in den Stadtwerken einen Sponsor und mit dem Caritasverband Wuppertal/Solingen einen Kooperationspartner. „Ich war gleich begeistert von dem Projekt“, berichtet Caritasdirektor Dr. Christoph Humburg, „auch deshalb, weil Schüler mitgemacht haben, die wir in unserem Migrationsdienst betreuen.“

Balagee Arulrasa (18) wurde in Bangkok (Thailand) geboren, er besucht ein Berufskolleg und schrieb mit seinem Freund Thanusaan Vasanthan einen spannenden Text, in dem es nur so von Elfen und Zwergen wimmelt. „Wir sind eben große Freunde von Fantasiebüchern“, lachen die jungen Autoren. Ab September haben sich die Schüler regelmäßig getroffen, ihre Texte vorgelegt, in diesen Workshops Anleitungen von Sandy Green bekommen und ihre eigene Kreativität entdeckt. Aus dem Projekt ist ein hübsches Buch geworden – der von der Solinger Künstlerin Martina Evertz (Atelier button-art) gestaltete Einband fällt ins Auge.

„Wir waren total nervös“, erzählen Lia Cappai und Joshua Meis, nachdem sie im Atelier Gleis 3 in den Güterhallen etwas aufgeregt Ausschnitte aus ihren Texten vorgelesen haben. Die beiden 15-jährigen Schüler der Gesamtschule Solingen wurden von ihrer Deutschlehrerin auf das Projekt aufmerksam gemacht.

Anna-Lisa Büchter, Schülerin des Gymnasiums Schwertstraße, gibt zwar als Hobby Kampfsport an, aber ihr Text „Auf der Suche“ beschreibt eine wundersame Reise. Pia Schmidt (15) erzählt die Geschichte einer Frau, die sich von ihrer verschmähten Liebe befreit. Auf die Frage, ob aus den Erfahrungen im Workshop mal ein Berufswunsch werden könnte, rufen die Schüler ein lautes „Nein“ im Chor. Balagee Arulrasa möchte gerne einen Pflegeberuf ergreifen, die anderen sind unschlüssig. Aber alle sind überzeugt, dass sie motiviert wurden und das Schreiben weiter als Freizeitgestaltung betreiben möchten.

Vielleicht wird dies erneut zu einem Buch, jedenfalls Bücher signieren und Autogramme schreiben, das konnten die jungen Autoren nach der Lesung schon sehr gut.

 

Artikel der Solinger Wochenpost vom 10. November 2009

Literaturprojekt: “Jugendliche schreiben ein Buch”

Talentierte “GreenHorns”

Am vergangenen Samstag stellte Autorin Sandy Green die Ergebnisse ihres Literaturprojektes “Jugendliche schreiben ein Buch” vor, bei dem Schüler aus verschiedenen Schulformen Texte schrieben, die im Januar als Sammlung in Buchform beim Verlag “Shaker Media” erscheinen werden.

Solingen (dp). Die Jungschriftsteller aus verschiedenen Schulformen im Alter von 14 bis 17 Jahren bekamen die Gelegenheit, an einem achtwöchigen Workshop teilzunehmen, bei dem man sich einmal in der Woche im Plenum traf, um sich der Kritik zu stellen. Sandy Green, die sich mit Veröffentlichungen wie “Im Milchglas-Spiegel” und “GreenZeug” einen Namen machte, übernahm natürlich selbst die Betreuung ihrer Schützlinge und stand diesen tatkräftig mit ihren Anregungen zur Seite. Ziel des Projektes, das in Kooperation mit dem Caritas-Verband Wuppertal/Solingen läuft, war es, die Kreativität, aber auch die Sozialkompetenz der Jugendlichen zu fördern und das Selbstbewusstsein zu stärken. “Und ich habe hundert Prozent mit diesem Projekt erreicht. Es sind super Texte entstanden, ich bin absolut begeistert”, schwärmt Green über die werke der Schüler. Die Vielfalt der Texte ist herausragend. Nachdem man sich gemeinsam auf die Themen “Freundschaft, Liebe, Leid” geeinigt hatte, durfte jeder nach Lust und Laune schreiben; egal, ob Gedicht oder Erzählung. Der 16-jährige Thanusaan und der 17-jährige Balagee verfasten zum Beispiel als Team eine Geschichte des Fantasy-Genres, die sich um Elfen dreht. Der 15-jährige Joshua Meis entwickelte hingegen ein Gedicht mit dem Titel “Das Schwert in der Stille”, welches das Thema Krieg behandelt.
Die meisten der sechs Neu-Autoren hatten vor dem Seminar nicht viel mit selbständigem Schreiben am Hut, wurden jedoch von Sandy Greens Coaching und ihrer Erfahrung inspiriert. So kann sich beispielsweise die 15-jährige Pia vorstellen, auch weiterhin Texte zu verfassen.
Die Räumlichkeiten, in denen der zweimonatige Kurs stattfand, stellte Ton-Künstlerin Bärbel Ludwig zur Verfügung, die ebenfalls auf Anhieb sehr angetan von dem Projekt war.
Das Cover fürs Buch kreierte die Solinger Künstlerin Martina Evertz, die auch die Dali-Ausstellung im letzten Jahr mit organisierte. Der Kontakt zwischen ihr und Sandy Green entstand über Ulla Feldhaus, Bürgermeisterin a. D., die die Schirmherrschaft über das Projekt übernahm. Evertz, die seit 2006 Betreiberin des Ateliers “button-art” (
www.button-art.de) in der Straße Birkenweiher ist, fand die Idee sofort gut: “Ich hatte direkt die Vision von einem Popart-Bild, welches das Thema Jugend besonders hervorhebt und bunt und schreiend wirkt.” Ebendies ist ihr gelungen. Sie malte ein schrilles Werk in knalligen Farben, das an Graffitisund Zeichnungen aus Schülerkalendern erinnert - eben Kunst, die authentisch für Jugendliche wirkt.
Nachdem nun noch letzte kleine Feinschliffe an den Texten der Jugendlichen vorgenommen werden, wird bald das fertige Buch vorgestellt werden können. Zusammen mit dem direkt ins Auge stechenden Cover wird es dann zu einer runden Sache, auf die alle Beteiligten sehr stolz sein können.
Sandy Green verrät außerdem jetzt schon, dass sie für das nächste Jahr ein ähnliches Projekt plant. Dann sollen Wuppertaler Jugendliche aus einem Migrationsprojekt die Möglichkeit erhalten, einen Einblick in die Welten der Buchautorin zu bekommen.

PK Wochenpost

Martina Evertz, Bärbel Ludwig, Sandy Green, Thanusaan, Balagee, Joshua, Lia, Pia und Anna-Lisa

Solinger Tageblatt, 2. Oktober 2009

Jugendprojekt 09

Artikel von der Solinger Wochenpost, 22. September 2009

Projekt: Jugendliche Schriftsteller

Wir schreiben unser eigenes Buch

Solingen (It). Was man mit Kreativität hinsichtlich der eigenen Horizonterweiterung, der Streitkultur und dem Erfahren der Welt erreichen kann, möchte die Solinger Autorin Sandy Green mit ihrem jüngsten Projekt “Jugendliche schreiben ein Buch” zutage fördern.
Zehn Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, die aus allen Schulformen stammen - von der Förderschule bis zum Gymnasium, werden innerhalb von acht Workshopeinheiten eigene Texte verfassen, sie in der Gruppe diskutieren und am Ende darüber entscheiden, in welcher Form sie in “ihrem” Buch erscheinen werden. Angeleitet werden die Schüler von Autorin Sandy Green, die selber schon etliche Bücher und Artikel veröffentlicht hat und auch für die spätere technische Umsetzung, sprich: Formatierung und Layout, sorgen wird. Green: “Ich freue mich sehr auf die Umsetzung dieses soeben angelaufenen Projekts. Die Jugendlichen sind ausgesprochen motiviert, einige haben sogar schon ganze Bücher in der Schublade gehabt - das hat mich wirklich erstaunt.” Von wegen - Jugend liest nicht. Vielleicht kann die von Schirmherrin und Bürgermeisterin Ulla Feldhaus, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen sowie den Solinger Stadtwerken unterstützte Aktion ja auch viele Vorurteile - einmal gegen “junge Literaturmuffel”, andererseits aber auch gegen “öde Bücher” ein wenig relativieren. “Ich glaube, der Entstehungsprozess des Buches wird eine schöne Erfahrung für die Autoren werden, die gleichzeitig ihr Selbstbewusstsein steigern: Wenn sie sehen, wie etwas wächst und dann schließlich tatsächlich veröffentlicht und im Handel erhältlich sein wird, das ist schon ein ganz besonderes Gefühl. Zudem lernen sie hier den Umgang mit Kritik, indem sachlich und zielgerichtet argumentiert wird”, so Sandy Green.
Unterstützt wird das Projekt, das ausdrücklich auch auf die Beteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund setzt, vom hiesigen Caritasverband Wuppertal/Solingen, dessen Direktor, Dr. Christoph Humburg, betont, “dass wir auch in diesem Punkt wunderbar voneinander lernen können und die kulturelle Vielfalt das Projekt am Ende bereichern wird.” Bis Ende Oktober wird der kreative Schreib-Prozess noch andauern, danach konzentriert man sich auf das Vortragen der eigenen Werke, denn natürlich soll das Buch im Anschluss an seine Veröffentlichung im Dezember auch Gegenstand diverser Autorenlesungen sein.

 

Solinger Stadtanzeiger Nr. 55, 08. Oktober 2009

Die Buchmacher

Der Befragte muss nur noch einer Antwort A bis D zustimmen. Selbst beim Quiz werden die Lösungsvorschläge inzwischen gleich mitgeliefert. Den Text verstehen und darauf eigenformuliert antworten, das war gestern. Die Sprache verkümmert. So gesehen dürfte ein Projekt wie “Jugendliche schreiben ein Buch” die Schar der Deutschlehrer ein Stück freundlicher stimmen. Zehn Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren nehmen daran teil. Über einen Zeitraum von acht Wochen werden sie Geschichten aufschreiben, darüber diskutieren und daran feilen können. Die Anleitung dazu kommt von der freien Solinger Publizistin und Buchautorin Sandy Green. Am Ende entsteht ein Buch, das im Dezember in den Handel kommt.
Die Stadtwerke Solingen unterstützen das Projekt als Sponsor. Die Einbindung von Jugendlichen mit unterschiedlicher Schullaufbahn, erläuterte die Pressesprecherin Ilka Baumgardt bei der Vorstellung, habe wesentlich zur Entscheidung beigetragen, das zu unterstützen. Die Teilnehmer kommen von der Förderschule wie vom Gymnasium. Es sind Jungen und Mädchen aus deutschen und zugewanderten Familien. Sie werden sich kennen lernen und Beharrlichkeit zeigen müssen. Da die Teilnahme kostenlos ist, gibt es keine Barrieren für Kinder aus weniger begütertem Elternhaus.
Liegt die fix und fertige Ausgabe im Dezember vor, sind Lesungen mit den jugendlichen Autoren geplant. Das verspricht eine enorme Förderung des Selbstvertrauens bei jedem Einzelnen. Projektleiterin Sandy Green hat von Beginn an gespürt, “alle Teilnehmer sind hoch motiviert”.
Ein Volk ohne Kultur geht kaputt, machte der Direktor der Caritas, Dr. Christoph Humburg in der Runde der Akteure klar. Das Schreiben und Bücher gehörten eindeutig zur Kultur dazu. Das gelte es zu fördern. Insbesondere wenn zu beobachten ist, dass der Umfang der Sprache in eine Art teils heitere Unbeholfenheit abzurutschen droht. Dem Resultat des Projekts darf man mit Interesse entgegensehen. (ffu)

 

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